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+++NEW+++ CONVINUS Global Mobility Insights NEWSLETTER Herbst / Fall 2022

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«Familiar expertise in a new look - the next generation of our popular CONVINUS newsletter is here! » To take the next steps, we have repackaged our popular newsletter and given it a modern layout. We cannot master the challenges in the Global Mobility sector alone, so we offer our great CONVINUS Global Network partners a special platform here. In each of our newsletters we will introduce you to some of them. The issues that concern you also concern us. For this reason, we are pleased to present the autumn issue 2022, with the following focus: «Remote Work / Digital Nomad / Home Office» • CONVINUS for the perspective from Switzerland • Globalization Partners for a global overview • Artus for the perspective from Austria • Corporate Relocations Greece for the perspective from Greece

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Global Mobility Insights - Herbst / Fall 2022 Autorin & Autor: Sieglinde Buttinger & Michael Obernberger, ARTUS (Österreich) Remote working weiterhin im bisherigen Wohnsitz- zuletzt aufgrund der Corona staat Y aus. Nicht working" in den letzten zwei Jahren immer mehr in den Mittelpunkt. Auch Beispiel: Ein Arbeitgeber in Österreich schliesst einen Dienstvertrag mit einem Dienstnehmer in Rumänien ab. Krise rückte das Thema "Remote die immer weiter fortschreitende machen Arbeiten aus der Ferne für immer mehr Branchen problemlos möglich. Folgende Modelle stehen für grenzüberschreitende Tätigkeiten zur Verfügung, wobei es in allen Modellen folgende Themenkomplexe zu prüfen gilt: Ausländische lokale Anstellung Grenzüberschreitendes Office Virtuelle Entsendung "Workation" Lohnsteuerrisiko Betriebsstättenrisiko Sozialversicherung Home- In diesem Zusammenhang müssen die folgenden Punkte bei allen Typen geprüft werden: 1) Anstellung von ausländischen Dienstnehmern: Bei diesem Modell schliesst ein Arbeitgeber im Land X mit einem Dienstnehmer im anderen Land Y einen Dienstvertrag ab. Der Dienstnehmer übt seine Tätigkeit Die Lohnsteuer fällt in diesen Fällen zu 100% in jenem Land an, von wo aus der Dienstnehmer seine Tätigkeit zu 100% verrichtet. Einkünfte entfallend auf einzelne Arbeitstage im Arbeitgeberstaat (in diesem Fall Österreich) sind im Arbeitgeberstaat steuerpflichtig. Die Lohnsteuereinbehaltspflicht ist länderspezifisch zu prüfen und knüpft meist an das Bestehen einer Betriebsstätte im Wohnsitzstaat des Arbeitnehmers an. Das Betriebsstättenrisiko hängt davon ab, ob zwischen Staat X (in diesem Fall Österreich) und Y (in diesem Fall Rumänien) ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) abgeschlossen wurde, wie im DBA die Betriebsstätte definiert ist (feste Geschäftseinrichtung, Vertreterbetriebsstätte, Dienstleistungsbetriebsstätte) sowie von wo aus der Dienstnehmer arbeitet (Home-Office, Büro angemietet vom Dienstgeber, Büro einer Konzerngesellschaft). Innerhalb der EU/EWR besteht nach dem Territorialitätsprinzip die Sozialversicherungspflicht im Staat Y Technologie und Digitalisierung 22 convinus.com

Global Mobility Insights - Herbst / Fall 2022 (hier: Rumänien), der Arbeitgeber müsste sich somit im Staat Y (Rumänien) registrieren und dort Sozialversicherungbeiträge abführen, es sei denn der Dienstnehmer übernimmt diese Verpflichtung und schliesst mit dem Arbeitgeber eine entsprechende Vereinbarung ab (Vereinbarung Art. 21 Abs. 2 VO 987/2004). Im Zusammenhang mit Drittstaaten ist die Sozialversicherungspflicht im Dienstnehmerstaat im Einzelfall zu prüfen. werden, besteht innerhalb der EU/EWR SV-Pflicht im Dienstnehmerstaat (Rumänien). Bei einem Anteil von unter 25% der Tätigkeit im Dienstnehmerstaat ist der Arbeitgeberstaat (Österreich) für die Sozialversicherung zuständig. Zur Ermittlung der 25%-Grenze wird auf einen 12-Monatsbetrachtungszeitraum abgestellt. In Bezug auf drittstaatsangehörige Dienstnehmer ist die Sozialversicherungspflicht wiederum im Einzelfall zu prüfen. 2) Home-Office von Grenzgängern: Ein Arbeitgeber im Land X bietet seinem Dienstnehmer an, einen Teil seiner Arbeit oder die gesamte Arbeit von seinem Home-Office aus im Land Y auszuüben (entspricht bei 100% Homeoffice-Tätigkeit der Anstellung von ausländischen Dienstnehmern, s. oben). Beispiel: Wie oben, Änderung: teilweise Tätigkeit im Wohnsitzstaat (anstelle 100%). 3) Virtuelle Entsendung: Mitarbeiter im Land X und Dienstvertrag mit Arbeitgeber im Land X übernimmt eine temporäre Funktion für ein Konzernunternehmen im Land Y. Er wird jedoch weiterhin physisch im Land X für die Konzerngesellschaft im Land Y tätig sein. Beispiel: Mitarbeiter eines österreichischen Unternehmens, mit Wohnsitz in Österreich erbringt Tätigkeiten für die rumänische Konzerngesellschaft. Abgabenrechtliche Konsequenzen: Betriebsstätten-Risiko wiederum länderspezifisch zu prüfen. Lohnsteuerpflicht im Dienstnehmerstaat Rumänien, bei Ausübung einzelner Arbeitstage in Österreich würde dort anteilig Lohnsteuer anfallen. Sozialversicherung: Sofern mind. 25 % der Tätigkeit im Dienstnehmerstaat Rumänien ausgeübt Abgabenrechtliche Konsequenzen: Das rumänische Konzernunternehmen könnte diesfalls unter Umständen eine Betriebsstätte im Dienstnehmerstaat Österreich begründen, wenn Österreich dem wirtschaftlichen Arbeitgeberbegriff folgt und die Konzerngesellschaft in Rumänien aufgrund der Personalkostenweiterverrechnung als wirtschaftlicher Arbeitgeber anzusehen ist convinus.com 23

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