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CONVINUS Global Mobility Alert KW 5

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CONVINUS Global Mobility Alert KW

e b r u a r 2 0 2 1 F u s g a b e K W 5 A TEST UND NEGATIVER EINREISE- ELEKTRONISCHES ZU «GESTRANDETEN» STEUERBEHÖRDE ARBEITNEHMERN N e u i g k e i t e n a u s d e r W e l t d e r g l o b a l e n M o b i l i t ä t Der Schweizer Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 27. Januar 2021 eine neue, erweiterte Test- und Freigabestrategie beschlossen, wonach sich auch Personen ohne Symptome kostenlos testen lassen können. Der Bund übernimmt auch die Kosten bei einem Test in der Apotheke. Die Quarantänedauer von 10 Tagen kann verkürzt werden, wenn die infizierte Person nach 7 Quarantänetagen einen negativen Antigen-Schnelltest oder einen PCR-Test vorweisen kann. Danach muss die Person bis zum Ablauf der 10-tägigen Quarantäne ausserhalb der eigenen Unterkunft stets eine Maske tragen und 1.5m Abstand zu anderen Personen halten. Ab 8. Februar 2021 müssen alle Flugreisende in die Schweiz einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, vorweisen. Dies gilt auch für Flugreisende aus Nicht- Risikogebieten. Bei Flugreisenden aus Risikogebieten ist anschliessend die 10-tägige Quarantäne wahrzunehmen. Nach 7 Tagen kann die Quarantäne verlassen werden, falls ein negativer Antigen-Schnelltest oder ein PCR-Test vorliegt. Bisher wurden nur die Kontaktdaten aller Einreisende aus Risikogebieten erfasst. Nun hat der Bundesrat beschlossen, die Kontaktdaten sämtlicher Einreisenden auch aus Nicht-Risikogebieten mittels elektronischem Einreiseformular zu erfassen, um potenzielle Infektionsketten unverzüglich zu identifizieren und frühzeitig zu unterbrechen. Ab 1. Februar 2021 werden Verstösse gegen Massnahmen zur Bekämpfung der Epidemie explizit mit Ordnungsbussen in der Höhe von CHF 50 bis CHF 200 bestraft. Auch wenn die SCHWEIZ: QUARANTÄNE, VERKÜRZTE Fallzahlen inklusive Hospitalisationen und Todesfälle abnehmen, sind die Intensivstationen immer noch überlastet. Daher ist die Einhaltung der geltenden Regeln FORMULAR wichtig und Verstösse werden bestraft. Mit dem Gesetzesvorschlag zum US Citizenship Act 2021 durch Präsident Biden sollen die bestehenden Einwanderungsgesetze angepasst werden. Der Entwurf des Einwanderungsgesetzes wurde bereits beim US-Kongress eingereicht und soll das Wirtschaftswachstum fördern sowie die Verwaltung der Grenzen erleichtern. Die Gesetzesanpassungen sollen unter anderem folgende Änderungen mit sich bringen: Arbeitnehmer, welche bereits seit mehreren Jahren in den USA erwerbstätig sind, sollen die Möglichkeit erhalten, die US-Staatsbürgerschaft zu erwerben. «Sans-Papiers» sollen zukünftig die Chance erhalten, eine temporäre Aufenthaltsbewilligung zu bekommen und nach fünf Jahren eine Green Card zu beantragen. Familienangehörige sollen zukünftig die Möglichkeit haben, zu ihrer Familie in die Vereinigten Staaten einzureisen, währenddessen die Familie auf die Erteilung der Green Card wartet. USA: DES MODERNISIERUNG EINWANDERUNGSSYSTEMS Die Diversity Visa werden von 55’000 auf 80'000 erhöht. Ebenso wird die Obergrenze für Visa pro Land erhöht. Eine neue Weisung der britischen Steuerbehörde HRMC besagt, dass Arbeitnehmer nicht in Grossbritannien besteuert werden, sofern sie dort aufgrund der Pandemiesituation unfreiwillig «gestrandet» sind. Hierbei sind die folgenden Voraussetzungen zu beachten: Der Arbeitnehmer ist nicht in Grossbritannien ansässig; Die Arbeitstage werden im Heimatland des Arbeitnehmers besteuert; Die Person war ernsthaft aufgrund von Covid-19-Restriktionen in Grossbritannien gestrandet; und Die Person hat Grossbritannien so schnell wie möglich wieder verlassen. Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, werden die Arbeitnehmer für den Zeitraum zwischen beabsichtigtem und tatsächlichem Verlassen des Landes nicht in Grossbritannien besteuert. Leider verlangt die britische Steuerbehörde dennoch, dass die Arbeitnehmer eine vollständige Steuererklärung in Grossbritannien einreichen müssen. Dies bedingt in der Praxis, dass sich die Arbeitnehmer bei HRMC registrieren GROSSBRITANNIEN: DER BRITISCHEN WEISUNGEN müssen. Zudem können sie als nicht-ansässige Personen derzeit noch nicht die online Version von HRMC nutzen. Ihnen bleibt daher nur der Postweg für ihre Steuererklärung oder die Dienstleistungen kommerzieller Steuersoftware bzw. eines Steuerberaters in Anspruch zu nehmen. DEUTSCHLAND: DER ALTERSVORSORGE BEI STEUERFREIEM ARBEITSLOHN AUS DER SCHWEIZ ABZUGSFÄHIGKEIT In Deutschland hat das Bundesfinanzministeriums (BMF) ein aktuelles Rundschreiben veröffentlicht. Dieses bestätigt, dass Beiträge zur deutschen Rentenversicherung als abzugsfähige Sonderausgaben deklariert werden können, wenn im Rahmen einer Entsendung von Deutschland in die Schweiz ein dort steuerfreier Arbeitslohn bezogen wird. Bisher galt das geregelte Sonderausgabenabzugsverbot für Altersvorsorgeaufwendungen gemäss § 10 Absatz 2 Einkommensteuergesetz (EStG). Hiergegen hatte jedoch ein Arbeitnehmer mit Wohnsitz in Deutschland Beschwerde eingelegt, da ihm das Finanzamt die Abzugsfähigkeit als Sonderausgabe auf einen steuerfrei in der Schweiz verdienten Teil seines Einkommens verwehrte. Der deutsche Bundesfinanzhof (BFH) urteilte, dass das bisher geltende Abzugsverbot für Altersvorsorgeaufwendungen gegen die Grundsätze der Arbeitnehmerfreizügigkeit und Gleichbehandlung im Rahmen des Freizügigkeitsabkommens verstösst, welches auch mit der Schweiz gilt. Die Entscheidung ist aus Arbeitnehmersicht sehr zu begrüssen.

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