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Global Mobility in der Schweiz und/mit Deutschland

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Die Schweiz und Deutschland führen intensive Beziehungen und sind durch eine gemeinsame Sprache sowie einen regen wirtschaftlichen, kulturellen, sowie menschlichen Austausch eng miteinander verbunden. Deutschland ist der wichtigste Partner der Schweiz im Bereich Bildung, Forschung und Innovation. Was es genau zu beachten gilt, erfahren Sie bei uns!

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länder Mitarbeitereinsatz Internationaler Mitarbeitereinsatz in der Schweiz (Teil V) +++ In diesem fünften Teil dieser Serie stellen wir Ihnen die verschiedenen Aspekte eines Grenzgängers in der Schweiz vor. Unter einem Grenzgänger ist eine Person zu verstehen, die regelmäßig zwischen ihrem in zwei unterschiedlichen Staaten liegenden Wohn- und Arbeitsort pendelt. Häufig wird in Bezug auf Grenzgänger auch der Begriff internationaler Wochenaufenthalter verwendet. Als internationaler Wochenaufenthalter wird in diesem Fall ein Ausländer bezeichnet, der sich zu Erwerbszwecken unter der Woche in der Schweiz aufhält und jedes Wochenende wieder an seinen Hauptwohnsitz im Ausland zurück kehrt. Dies hat vor allem im Steuerbereich gewisse Besonderheiten zur Folge, die es zu beachten gilt. +++ länder Friederike V. Ruch, Steuerberaterin, International Employment & Tax Partner CONVINUS International Employment Solutions, Zürich (Schweiz) info@convinus.com www.convinus.com Teil V: Grenzgänger Die Anzahl der Grenzgänger in der Schweiz hat aufgrund der Erleichterungen aus dem Personenfreizügigkeitsabkommen in den letzten Jahren stark zugenommen. Aufgrund dessen, dass ein Grenzgänger in einem Land wohnt und in einem anderen Land arbeitet, sind eine Reihe von rechtlichen Aspekten zu beachten, welche in den nachfolgenden Ausführungen aufgezeigt werden Bewilligungsrechtliche Aspekte – Grenzgängerbewilligung Zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit in der Schweiz ist eine Arbeitsbewilligung notwendig. Abhängig von der Staatsangehörigkeit des Grenzgängers sind diesbezüglich unterschiedliche Voraussetzungen gegeben. Eine mögliche Bewilligung für einen Grenzgänger ist die Grenzgängerbewilligung. Die Bedingung hierfür ist, dass der Grenzgänger in einem Land wohnt und in einem anderen Land arbeitet, wobei er täglich an seinen Wohnort zurückkehrt. Aufgrund des Personenfreizügigkeitsabkommens (nur maßgebend für EU- „alt“-Staatsangehörige) jedoch, wurde diese Bedingung der täglichen Rückkehr gelockert und es besteht nur noch die Bedingung der wöchentlichen Rückkehr. Zu beachten gilt allerdings, dass das Personenfreizügigkeitsabkommen und diese Lockerung lediglich für EU-Staatsangehörige Gültigkeit hat. Eine weitere Änderung, welche mit dem Personenfreizügigkeitsabkommen in Kraft getreten ist, ist dass Grenzgänger seit dem 1. Juni 2007 nicht mehr in einer grenznahen Zone leben und arbeiten müssen. Dies bedeutet eine Grenzgängerbewilligung kann beispielsweise für einen EU-Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Berlin (Deutschland) und Arbeitsort in Zürich (Schweiz) ausgestellt werden, wobei der Grenzgänger sich von Montag bis Freitag in Zürich aufhält. Die Grenzgängerbewilligung wird für den Zeitraum ausgestellt, für welchen der Arbeitsvertrag ausgestellt ist. Sollte der Arbeitsvertrag unbefristet sein, so erhält der Grenzgänger eine Grenzgängerbewilligung mit einer Gültigkeitsdauer von 5 Jahren. Vor Ablauf dieser 5 Jahre muss die Bewilligung dann verlängert werden. Unter den hier erwähnten EU- Staaten sind die ersten 15 EU-Mitgliedsstaaten zuzüglich Zypern und Malta zu verstehen. Aus Schweizer Sicht sind die Bestimmungen des Personenfreizügigkeitsabkommens beziehungsweise des EFTA-Übereinkommens (nur maßgebend für EFTA-Staatsangehörige) nicht auf Nicht-EU/EFTA-Staatsangehörige anwendbar. Aus diesem Grund gibt es in Bezug auf die Grenzgängerbewilligung für Nicht- EU/EFTA-Staatsangehörige einige Unterschiede. Für diese Personengruppe gilt nach wie vor, dass der Wohnsitz in einer grenznahen Region vorhanden sein muss sowie der Arbeitsort in der Schweiz auch nur innerhalb der Grenzzone liegen darf. Als Grenzzonen gelten die Regionen, die in den zwischen der Schweiz und ihren Nachbarstaaten abgeschlossenen Grenzgängerabkommen festgelegt sind. Auch für Nicht- EU/EFTA-Staatsangehörige gilt, dass die Rückkehr an den ausländischen Hauptwohnsitz lediglich mindestens ein Mal pro Woche stattfinden muss. Der Nicht-EU/EFTA-Staats ange - hörige muss des Weiteren mindestens seit 6 Monaten in dem grenznahen Ausland seinen Wohnsitz haben. Ein Stellenwechsel ist zudem immer bewilligungspflichtig. Hingegen ist bei EU- und EFTA-Staatsangehörigen zwar ebenfalls die Beantragung einer neuen Arbeitsbewilligung notwendig, allerdings haben diese Personen einen Rechtsanspruch auf die Ausstellung einer Grenzgängerbewilligung. Sozialversicherungsrechtliche Aspekte Die gesetzlichen Sozialabgaben und sonstigen Beiträge müssen von Grenzgängern in gleicher Art und Weise bezahlt werden, wie von Arbeitnehmern mit einem Wohnsitz in der Schweiz. Die Pflicht zur Leistung dieser Beiträge erfolgt basierend auf dem Arbeitsort und nicht auf Grund des Wohnortes. Einige Besonderheiten gibt es jedoch hierzu noch zu beachten. 54 Personal.Manager 4/2009

Arbeitslosenversicherung Jeder in der Schweiz tätige Mitarbeiter bezahlt Pflichtbeiträge zur Arbeitslosenversicherung. Endet die Grenzgängertätigkeit mit einer anschließenden Arbeitslosigkeit, so richtet sich das Arbeitslosengeld nach den Regelungen in der Schweiz. Der Antrag für den Erhalt von Arbeitslosengeld muss jedoch im Wohnsitzstaat gestellt werden, so wäre in Deutschland hierfür die Arbeitsagentur zuständig. Morgen so gut wie heute. Krankenversicherung Seit dem 1. Juni 2002 müssen sich Grenzgänger in der Schweiz obligatorisch kranken-versichern. Grenzgänger mit einer Grenzgängerbewilligung und ihre nicht erwerbstätigen Familienangehörigen mit Wohnsitz in Deutschland, Frankreich, Italien oder Österreich können sich wahlweise im Wohnsitzland oder in der Schweiz versichern lassen. Innerhalb der ers ten 3 Monate nach der Aufnahme der Grenzgängertätigkeit und bei Änderung des Familienstatus kann man sich von der Versicherungspflicht in der Schweiz befreien lassen und muss dann statt dessen die Krankenversicherung im Wohnsitzland abschließen. Elterngeld In diesem Jahr haben sich in Deutschland bezüglich des Elterngeldes auch Neuerungen ergeben, welche die Grenzgänger betreffen. Die Grenzgänger, welche in der Schweiz arbeiten und die Sozialabgaben in der Schweiz leisten, aber in Deutschland leben, können auch auf deutsche Sozialleistungen zurückgreifen. Dies bedeutet, dass diese Personen auch das Elterngeld in Deutschland erfolgreich beantragen können. Familienzulage Bei den Familienzulagen gilt grundsätzlich das Erwerbsortprinzip. Zur Vermeidung von Doppelzahlungen wird klar geregelt, welcher Staat für die Leistungsgewährung zuständig ist. Besteht der Wohnsitz beispielsweise in Deutschland und ist nur ein Elternteil erwerbstätig und zwar als Grenzgänger in der Schweiz, so werden die Familienzulagen auch in der Schweiz ausgerichtet. Die gleiche Regelung gilt auch, wenn beide Elternteile in der Schweiz erwerbstätig sind. Arbeitet jedoch ein Elternteil in Deutschland, so muss die Leistung in Deutschland ausgerichtet werden. In diesem Fall geht dieser Anspruch vor. Die Familienzulage ist in International Care Concept. Auslandsschutz für Ihre Mitarbeiter: in B ijng, Cape Town, L.A., Tokio und überall auf der Welt. Wenn Sie Ihre Mitarbeiter in die Welt entsenden, um den Unternehmenserfolg zu sichern, zählt es zu Ihren Aufgaben, für den Gesundheitsschutz zu sorgen. Damit Sie sich weiter ganz auf Ihre Geschäfte konzentrieren können, übernehmen wir das gerne für Sie. Mehr als 1.000 Firmen und Verbände haben uns die Absicherung des Krankheitsrisikos im Ausland anvertraut. Unser neues Service- und Leistungsangebot* reduziert dabei Ihren Verwaltungsaufwand auf ein Minimum. Und Ihre Mitarbeiter profi tieren von mehr Sicherheit, mehr Service und der optimalen Betreuung im Ausland. Mehr Informationen unter 0711/66 03-20 27 oder www.hallesche-exklusiv.de/ausland Personal.Manager 4/2009 *In Kooperation mit

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