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Unsere Newsletter 2018

Wir haben Ihnen unsere Newsletter Beiträge aus 2018 zusammengestellt. Folgen Sie einfach unserem Inhaltsverzeichnis zu Ihrem gewünschten Beitrag.

NEWSLETTER 3 /

NEWSLETTER 3 / 2018 5 im Original beim Botschaftstermin vorlegen. Der Versand aus den USA kann einige Zeit in Anspruch nehmen, die bei der bereits bestehenden Vorabgenehmigung L-1 Blanket Approval ebenfalls angepasst wird. Aus Kostengründen ist die Beurteilung des Gesuchs seitens der US-amerikanischen Botschaft ebenfalls von Vorteil. Für jedes bei der ‘USCIS’ eingereichten Gesuchs wird eine Gebühr von USD 1‘685 (Stand 2018) erhoben. Diese Gebühren sind nicht fällig, wenn das Gesuch direkt bei der US-amerikanischen Botschaft eingereicht wird. Voraussetzungen für die Beantragung der L-1 Blanket Approval Die Hauptvoraussetzung für die Beantragung eines L-1 Blanket Approvals ist, dass ein in den USA erzielter Umsatz von mindestens USD 25 Millionen vorliegt. Die folgenden Voraussetzungen müssen grundsätzlich zudem erfüllt sein, um ein L-1 Blanket Approval beantragen zu können: 1. Das ausländische Unternehmen übt eine Geschäftstätigkeit aus. 2. Das Unternehmen hat ein Büro in den USA, das seit mindestens einem Jahr aktiv ist. 3. Das Unternehmen hat drei oder mehr inländische und ausländische Zweigstellen, Tochtergesellschaften oder Filialen. 4. Das Unternehmen muss zudem eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen: • In den letzten 12 Monaten wurden bereits mindestens 10 L-1 Bewilligungen dem Unternehmen bzw. für die Mitarbeiter des Unternehmens ausgestellt oder • die US-amerikanische Zweigstellen, Tochtergesellschaften und Filialen haben zusammen in den USA ein Jahresumsatz von mindestens USD 25 Millionen erzielt oder • das Unternehmen beschäftigt mindestens 1’000 Mitarbeiter in den USA. Wenn die oben erwähnten Voraussetzungen vom Unternehmen erfüllt werden, ist es aus Kosten- und Planungssicht sehr empfehlenswert die Vorabgenehmigung des L-1 Blanket Approval zu beantragen. Dieser Antrag ist in der Regel sehr zeitaufwendig aber langfristig gesehen, wird diese Vorabgenehmigung dem Unternehmen mehr Flexibilität bieten und kurzfristige Einsätze in den USA ermöglichen. Zudem werden die einmaligen höheren Anwaltskosten und Bewilligungsgebühren für die amerikanischen Arbeitsbewilligungen gespart. Stattdessen müssen lediglich die Visagebühren bezahlt werden. Eine Analyse: Sind Balance-Sheet- Berechnungen noch zeitgemäss? Autorin: Norma Möller Kaum ein Unternehmen kommt bei Entsendungen ohne sie aus – Balance-Sheet-Berechnungen. Sind sie eher ein notwendiges Übel zur Bestimmung der Auslandsvergütung oder ein sinnvolles Instrument bei der Gestaltung des Entsendungspakets? Im nachfolgenden Artikel werden die Vor- und Nachteile von Balance-Sheet-Berechnungen im Detail beleuchtet, so dass HR-Verantwortliche fundierte Entscheidungen zum geeigneten Einsatz von Balance-Sheet-Berechnungen treffen können. Was sind Balance-Sheet-Berechnungen? Im Kontext der Auslandsentsendungen sind Balance-Sheet- Berechnungen eine lang etablierte Methode, um auf faire und transparente Weise die Auslandsvergütung für Mitarbeiter zu definieren. Ausgehend von der aktuellen Bruttovergütung des Mitarbeiters wird auf Basis der persönlichen Daten (Familienstand, Wohnort, Alter, etc.) das Nettoeinkommen bestimmt. Dieses Nettoeinkommen wird dann mit den entsprechenden Lebenshaltungskosten, Steuerund Sozialversicherungsdaten des Einsatzlandes hochgerechnet, um so das neue Bruttoeinkommen zu erhalten. Mit Balance-Sheet-Berechnungen (auch «net-to-net-calculations») kann die Vergütung sowohl bei Lokaltransfers als auch bei Entsendungen klar und nachvollziehbar bestimmt werden. Anwendung von Balance-Sheet-Berechnungen Die Grundlagen dieses Berechnungsansatzes reichen bis in die 1950er Jahre zurück, als die sogenannte «Tax Protection» bei Auslandseinsätzen von Mitarbeitern entwickelt wurde (siehe Newsletter 2/2018). Seitdem wurde die Berechnungssystematik stetig weiterentwickelt und ist nunmehr seit Jahrzehnten derart etabliert, so dass Balance-Sheet-Berechnungen von über 80% der Unternehmen genutzt werden, die Mitarbeiter ins Ausland entsenden. Mit der zunehmenden Globalisierung und der damit verbunden internationalen Ausrichtung von Unternehmen haben die verschiedenen Länderkombinationen von Entsendungen fortlaufend zugenommen. Balance-Sheet-Berechnungen sind auch

6 NEWSLETTER 3 / 2018 deshalb ein beliebtes Vergütungsinstrument bei Entsendungen, da sie für alle Länderkombinationen in beliebigen Variationen erstellt werden können. Am geeignetsten erweisen sich Balance-Sheet-Berechnungen dabei nach wie vor bei klassischen Langzeitentsendungen von Mitarbeitern der mittleren bis gehobenen Führungsebenen. Für sogenannte «junge Talente» stehen kostenwirksamere Vergütungselemente bei Auslandseinsätzen zur Verfügung und für das Top-Kader ist oft eine international konkurrenzfähige Vergütungspolitik notwendig, für die Balance-Sheet-Berechnungen zu kurz greifen würden. zu bestimmen bzw. dem Mitarbeiter aufzuzeigen, wie seine bisherige Vergütung mit der Einsatzdestination verglichen werden kann. Balance-Sheet-Berechnungen bieten in einem gewissen Rahmen die Flexibilität, durch Zulagen und auch Abzügen das gewünschte Vergütungsergebnis zumindestens näherungsweise zu erreichen. Zudem lassen sich je nach Bedeutung der Entsendung für das Unternehmen gewisse Parameter wie Wohnungs- und Lebenshaltungskosten derart anpassen, dass die gewünschte Zielvergütung besser erreicht werden kann Nachteile von Balance-Sheet-Berechnungen Komplexität Balance-Sheet-Berechnung sind für unbedarfte Personen nicht selbsterklärend. Zudem Bedarf es einer relativ hohen Anzahl von Entsendungen pro Jahr, damit sich der Know-how-Aufbau zur Erstellung von Balance-Sheet-Berechnungen im Unternehmen lohnt. Anderenfalls müssen die Berechnungen extern eingekauft werden. Beides ist mit entsprechenden Kosten verbunden. Vorteile von Balance-Sheet-Berechnungen Transparent und kosteneffizient Balance-Sheet-Berechnungen zeigen klar und nachvollziehbar auf, wie die Auslandsvergütung des Entsandten bestimmt wurde. Wenn das Unternehmen auf eine Entsendungsrichtlinie zurückgreifen kann, in der zudem die Auslandszulagen definiert sind, lassen sich langwierige Verhandlungen mit den Entsandten und kostenintensive Zugeständnisse weitgehend reduzieren. Erleichterte Mobilität und Wiedereingliederung Die Grundlage von Balance-Sheet-Berechnungen bildet die Vergütung im Heimatland des Mitarbeiters. Dieser soll unabhängig von der Entsendungsdestination finanziell weder besser noch schlechter gestellt werden, als wenn er nicht ins Ausland gegangen wäre. Mit separat ausgewiesen Zulagen für den Auslandsaufenthalt kann der Mitarbeiter wieder relativ einfach in die Vergütungsstruktur des Heimatlandes integriert werden. Verhandlungstool mit Flexibilität In der Praxis werden Balance-Sheet-Berechnungen zunehmend als Verhandlungsbasis genutzt, um die Auslandsvergütung Abhängigkeit von Datenanbietern Lebenshaltungskostenindizes (und Steuerberechnungen) müssen in der Regel extern eingekauft werden. Die Richtigkeit der Indizes wird regelmässig hinterfragt und mit dem persönlichen Empfinden des Preisniveaus im Einsatzland abgeglichen; dies kann dazu führen, dass das Ergebnis der Balance-Sheet-Berechnung als unausgewogen wahrgenommen wird. Annahmen Balance-Sheet-Berechnungen müssen zwangsläufig mit Vereinfachungen und Annahmen arbeiten (z.B. Ausgabenverhalten des Mitarbeiters, Steuerabzüge, Verdienst des Ehepartners und dergleichen mehr). Die tatsächliche finanzielle Situation des Mitarbeiters kann (und soll) nur näherungsweise bestimmt werden. Persönliche Evaluation Trotz ihrer Komplexität sind Balance-Sheet-Berechnung weiterhin das Mittel der Wahl, um Entsendungsvergütungen effizient und nachvollziehbar zu bestimmen. Sie bilden weiterhin einen wesentlichen Baustein bei der Vergleichbarkeit von Salären bei Lokalanstellungen in Bezug auf unterschiedliche Abgaben und Lebenshaltungskostenniveaus und sind daher beim grenzüberschreitenden Einsatz von Mitarbeitern ein unerlässliches Werkzeug zur Vergütungsbestimmung.

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